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Geld - Stein, Gertrude
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Stein, Gertrude:

Geld - hardcover

ISBN: 9783932109409

ID: 305c2874058a423f9f17928041f9a4c6

"Es ist schon sehr komisch mit dem Geld", schreibt Gertrude Stein in einem der fünf kurzen Prosatexte, die 1936 in der 'Saturday Evening Post' erstmals veröffentlicht wurden. "Was die Menschen von den Tieren utnerscheidet ist Geld. Alle Tiere haben die gleichen Grefühle und die gleichen Gewohnheiten wie Menschen ... Aber was kein Tier kann ist zählen, und was kein Tier kennt ist Geld." "Es ist schon sehr komisch mit dem Geld", schreibt Gertrude Stein in einem der fünf kurzen Prosatexte, die 1936 in der Saturday Evening Post erstmals veröffentlicht wurden. "Was die Menschen von den Tieren unterscheidet ist Geld. Alle Tiere haben die gleichen Gefühle und die gleichen Gewohnheiten wie Menschen ... Aber was kein Tier kann ist zählen, und was kein Tier kennt ist Geld." Gertrude Stein kam 1903 als amerikanische Autorin nach Paris. Als Gast und Gastgeberin der Pariser Salons und als Mittelpunkt der dort lebenden expatriierten amerikanischen Autoren, für die sie den Begriff "Lost Generation" prägte, verbrachte sie nahezu 40 Jahre schreibend in Paris. Aber erst 1933 trat der Erfolg als Schriftstellerin und Dichterin ein. Die Autobiographie von Alice B. Toklas machte sie mit einem Schlag berühmt. Erstmals verdiente sie mit ihren Texten, die so lange ungedruckt blieben, Geld. "... und in sechs Wochen schrieb ich Die Autobiographie von Alice B. Toklas und sie wurde veröffentlicht und wurde ein Bestseller und zuerst wurde sie im Atlantic Monthly gedruckt und es gibt eine nette Geschichte darüber aber zuerst kaufte ich mir einen neuen Achtzylinder Ford ... Nie zuvor in meinem Leben hatte ich Geld verdient und ich war ganz aufgeregt ..." (aus: Jedermanns Autobiographie) In dem ihr eigenen Stil von Satzschleifen, Wiederholungen und rhythmisierter Prosa fabuliert sie mit Witz über Geld, Millionen, Parlamente, Arbeitslose und anderes. Als Dichterin gehörte Gertrude Stein zur Avantgarde. Ihre politischen Ansichten waren dagegen unbedarft und konservativ. Aber gerade in der Spannung zwischen Brisanz des Themas und Naivität ihrer Aussagen liegt der außergewöhnliche Reiz dieser kurzen Prosastücke über das unverzichtbare Geld. Alles über Geld Es ist schon sehr komisch mit dem Geld. Was die Menschen von den Tieren unterscheidet ist Geld. Alle Tiere haben die gleichen Gefühle und die gleichen Gewohnheiten wie Menschen. Wer viele Tiere um sich herum hat weiß das. Aber was kein Tier kann ist zählen, und was kein Tier kennt ist Geld. Menschen können zählen, und das tun sie auch, und darum haben sie Geld. Also, solange die Erde sich dreht solange wird es Menschen auf ihr geben, und solange es Menschen auf ihr gibt, solange werden sie zählen, und sie werden Geld zählen. Jeder zählt immer Geld. Die Königin sitzt im Salon und ißt was ihr gefällt der König sitzt in der Schatzkammer und zählt sein Geld. So ist es nun einmal und es ist nur dann ein Problem wenn sie Geld zählen ohne es als Geld zu zählen. Zählen ist komisch. Wenn man ein großes Geschäft sieht und man sieht von all den vielen Dingen so viele innen drinnen, und auf den Ladentischen, ist es schwer zu glauben daß eins mehr oder weniger für irgend jemand irgendeinen Unterschied macht. Wenn man eine Kassiererin in einer Bank mit Schubladen voller Geld sieht, ist es schwer zu begreifen daß eins mehr oder weniger irgendeinen aber auch nur irgendeinen Unterschied macht. Das macht's aber, wenn man es kauft, oder wenn man es wegnimmt, oder wenn man es verkauft, oder wenn man beim Auszahlen einen Fehler macht. Natürlich macht's das. Aber eine Regierung, also eine Regierung macht genau das, sie glaubt nicht wirklich daß wenn soviel davon da ist eins mehr oder weniger irgendeinen Unterschied macht. Es ist komisch, wenn man irgend etwas kauft also das kann vier Dollar und fünfzig Cent kosten oder vierhundertneunundachtzig Dollar oder irgendeine andere Summe, aber wenn eine Regierung über Geld abstimmt ist es immer eine runde Summe. Eins oder fünf oder fünfzehn oder sechsunddreißig mehr oder weniger machen keinen Unterschied. Sobald es Milliarden werden machen fünfzehn oder fünfundzwanzig oder sechsunddreißig mehr oder weniger keinen Unterschied. Also, das muß sich jeder mal überlegen denn wenn alles zusammengerechnet wird müssen alle möglichen genauen Summen zusammengerechnet werden, jeder der Steuern zahlt weiß das, und es macht einen Unterschied. All diese genauen Geldsummen müssen verschwinden um jene runde Summe zu ergeben über die abgestimmt wird, aber tut sie das auch. Es wird rund abgestimmt aber es wird genau eingezogen. Das muß sich jeder mal überlegen.es Milliarden werden machen fünfzehn oder fünfundzwanzig oder sechsunddreißig mehr oder weniger keinen Unterschied. Also, das muß sich jeder mal überlegen denn wenn alles zusammengerechnet wird müssen alle möglichen genauen Summen zusammengerechnet werden, jeder der Steuern zahlt weiß das, und es macht einen Unterschied. All diese genauen Geldsummen müssen verschwinden um jene runde Summe zu ergeben über die abgestimmt wird, aber tut sie das auch. Es wird rund abgestimmt aber es wird genau eingezogen. Das muß sich jeder mal überlegen. Buch / Belletristik / Lyrik, Dramatik, Essays

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Geld - Gertrude Stein
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Gertrude Stein:

Geld - Paperback

ISBN: 9783932109409

[ED: Taschenbuch], [PU: Friedenauer Presse], Neuware - 'Es ist schon sehr komisch mit dem Geld', schreibt Gertrude Stein in einem der fünf kurzen Prosatexte, die 1936 in der Saturday Evening Post erstmals veröffentlicht wurden. 'Was die Menschen von den Tieren unterscheidet ist Geld. Alle Tiere haben die gleichen Gefühle und die gleichen Gewohnheiten wie Menschen ... Aber was kein Tier kann ist zählen, und was kein Tier kennt ist Geld.' Gertrude Stein kam 1903 als amerikanische Autorin nach Paris. Als Gast und Gastgeberin der Pariser Salons und als Mittelpunkt der dort lebenden expatriierten amerikanischen Autoren, für die sie den Begriff 'Lost Generation' prägte, verbrachte sie nahezu 40 Jahre schreibend in Paris. Aber erst 1933 trat der Erfolg als Schriftstellerin und Dichterin ein. Die Autobiographie von Alice B. Toklas machte sie mit einem Schlag berühmt. Erstmals verdiente sie mit ihren Texten, die so lange ungedruckt blieben, Geld. '... und in sechs Wochen schrieb ich Die Autobiographie von Alice B. Toklas und sie wurde veröffentlicht und wurde ein Bestseller und zuerst wurde sie im Atlantic Monthly gedruckt und es gibt eine nette Geschichte darüber aber zuerst kaufte ich mir einen neuen Achtzylinder Ford ... Nie zuvor in meinem Leben hatte ich Geld verdient und ich war ganz aufgeregt ...' (aus: Jedermanns Autobiographie) In dem ihr eigenen Stil von Satzschleifen, Wiederholungen und rhythmisierter Prosa fabuliert sie mit Witz über Geld, Millionen, Parlamente, Arbeitslose und anderes. Als Dichterin gehörte Gertrude Stein zur Avantgarde. Ihre politischen Ansichten waren dagegen unbedarft und konservativ. Aber gerade in der Spannung zwischen Brisanz des Themas und Naivität ihrer Aussagen liegt der außergewöhnliche Reiz dieser kurzen Prosastücke über das unverzichtbare Geld. Alles über Geld Es ist schon sehr komisch mit dem Geld. Was die Menschen von den Tieren unterscheidet ist Geld. Alle Tiere haben die gleichen Gefühle und die gleichen Gewohnheiten wie Menschen. Wer viele Tiere um sich herum hat weiß das. Aber was kein Tier kann ist zählen, und was kein Tier kennt ist Geld. Menschen können zählen, und das tun sie auch, und darum haben sie Geld. Also, solange die Erde sich dreht solange wird es Menschen auf ihr geben, und solange es Menschen auf ihr gibt, solange werden sie zählen, und sie werden Geld zählen. Jeder zählt immer Geld. Die Königin sitzt im Salon und ißt was ihr gefällt der König sitzt in der Schatzkammer und zählt sein Geld. So ist es nun einmal und es ist nur dann ein Problem wenn sie Geld zählen ohne es als Geld zu zählen. Zählen ist komisch. Wenn man ein großes Geschäft sieht und man sieht von all den vielen Dingen so viele innen drinnen, und auf den Ladentischen, ist es schwer zu glauben daß eins mehr oder weniger für irgend jemand irgendeinen Unterschied macht. Wenn man eine Kassiererin in einer Bank mit Schubladen voller Geld sieht, ist es schwer zu begreifen daß eins mehr oder weniger irgendeinen aber auch nur irgendeinen Unterschied macht. Das macht's aber, wenn man es kauft, oder wenn man es wegnimmt, oder wenn man es verkauft, oder wenn man beim Auszahlen einen Fehler macht. Natürlich macht's das. Aber eine Regierung, also eine Regierung macht genau das, sie glaubt nicht wirklich daß wenn soviel davon da ist eins mehr oder weniger irgendeinen Unterschied macht. Es ist komisch, wenn man irgend etwas kauft also das kann vier Dollar und fünfzig Cent kosten oder vierhundertneunundachtzig Dollar oder irgendeine andere Summe, aber wenn eine Regierung über Geld abstimmt ist es immer eine runde Summe. Eins oder fünf oder fünfzehn oder sechsunddreißig mehr oder weniger machen keinen Unterschied. Sobald es Milliarden werden machen fünfzehn oder fünfundzwanzig oder sechsunddreißig mehr oder weniger keinen Unterschied. Also, das muß sich jeder mal überlegen denn wenn alles zusammengerechnet wird müssen alle möglichen genauen Summen zusammengerechnet werden, jeder der Steuern zahlt weiß das, und es macht einen Unterschied. All diese genauen Geldsummen müssen verschwinden um jene runde Summe zu ergeben über die abgestimmt wird, aber tut sie das auch. Es wird rund abgestimmt aber es wird genau eingezogen. Das muß sich jeder mal überlegen.es Milliarden werden machen fünfzehn oder fünfundzwanzig oder sechsunddreißig mehr oder weniger keinen Unterschied. Also, das muß sich jeder mal überlegen denn wenn alles zusammengerechnet wird müssen alle möglichen genauen Summen zusammengerechnet werden, jeder der Steuern zahlt weiß das, und es macht einen Unterschied. All diese genauen Geldsummen müssen verschwinden um jene runde Summe zu ergeben über die abgestimmt wird, aber tut sie das auch. Es wird rund abgestimmt aber es wird genau eingezogen. Das muß sich jeder mal überlegen., [SC: 0.00], Neuware, gewerbliches Angebot, 246x170x13 mm, [GW: 92g]

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Geld - Gertrude Stein
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Geld - new book

ISBN: 9783932109409

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Geld - Mehr über Geld - Noch mehr über Geld - Alles über Geld - Ein Letztes über Geld "Es ist schon sehr komisch mit dem Geld", schreibt Gertrude Stein in einem der fünf kurzen Prosatexte, die 1936 in der Saturday Evening Post erstmals veröffentlicht wurden. "Was die Menschen von den Tieren unterscheidet ist Geld. Alle Tiere haben die gleichen Gefühle und die gleichen Gewohnheiten wie Menschen ... Aber was kein Tier kann ist zählen, und was kein Tier kennt ist Geld." Gertrude Stein kam 1903 als amerikanische Autorin nach Paris. Als Gast und Gastgeberin der Pariser Salons und als Mittelpunkt der dort lebenden expatriierten amerikanischen Autoren, für die sie den Begriff "Lost Generation" prägte, verbrachte sie nahezu 40 Jahre schreibend in Paris. Aber erst 1933 trat der Erfolg als Schriftstellerin und Dichterin ein. Die Autobiographie von Alice B. Toklas machte sie mit einem Schlag berühmt. Erstmals verdiente sie mit ihren Texten, die so lange ungedruckt blieben, Geld. "... und in sechs Wochen schrieb ich Die Autobiographie von Alice B. Toklas und sie wurde veröffentlicht und wurde ein Bestseller und zuerst wurde sie im Atlantic Monthly gedruckt und es gibt eine nette Geschichte darüber aber zuerst kaufte ich mir einen neuen Achtzylinder Ford ... Nie zuvor in meinem Leben hatte ich Geld verdient und ich war ganz aufgeregt ..." (aus: Jedermanns Autobiographie) In dem ihr eigenen Stil von Satzschleifen, Wiederholungen und rhythmisierter Prosa fabuliert sie mit Witz über Geld, Millionen, Parlamente, Arbeitslose und anderes. Als Dichterin gehörte Gertrude Stein zur Avantgarde. Ihre politischen Ansichten waren dagegen unbedarft und konservativ. Aber gerade in der Spannung zwischen Brisanz des Themas und Naivität ihrer Aussagen liegt der außergewöhnliche Reiz dieser kurzen Prosastücke über das unverzichtbare Geld. Alles über Geld Es ist schon sehr komisch mit dem Geld. Was die Menschen von den Tieren unterscheidet ist Geld. Alle Tiere haben die gleichen Gefühle und die gleichen Gewohnheiten wie Menschen. Wer viele Tiere um sich herum hat weiß das. Aber was kein Tier kann ist zählen, und was kein Tier kennt ist Geld. Menschen können zählen, und das tun sie auch, und darum haben sie Geld. Also, solange die Erde sich dreht solange wird es Menschen auf ihr geben, und solange es Menschen auf ihr gibt, solange werden sie zählen, und sie werden Geld zählen. Jeder zählt immer Geld. Die Königin sitzt im Salon und ißt was ihr gefällt der König sitzt in der Schatzkammer und zählt sein Geld. So ist es nun einmal und es ist nur dann ein Problem wenn sie Geld zählen ohne es als Geld zu zählen. Zählen ist komisch. Wenn man ein großes Geschäft sieht und man sieht von all den vielen Dingen so viele innen drinnen, und auf den Ladentischen, ist es schwer zu glauben daß eins mehr oder weniger für irgend jemand irgendeinen Unterschied macht. Wenn man eine Kassiererin in einer Bank mit Schubladen voller Geld sieht, ist es schwer zu begreifen daß eins mehr oder weniger irgendeinen aber auch nur irgendeinen Unterschied macht. Das macht's aber, wenn man es kauft, oder wenn man es wegnimmt, oder wenn man es verkauft, oder wenn man beim Auszahlen einen Fehler macht. Natürlich macht's das. Aber eine Regierung, also eine Regierung macht genau das, sie glaubt nicht wirklich daß wenn soviel davon da ist eins mehr oder weniger irgendeinen Unterschied macht. Es ist komisch, wenn man irgend etwas kauft also das kann vier Dollar und fünfzig Cent kosten oder vierhundertneunundachtzig Dollar oder irgendeine andere Summe, aber wenn eine Regierung über Geld abstimmt ist es immer eine runde Summe. Eins oder fünf oder fünfzehn oder sechsunddreißig mehr oder weniger machen keinen Unterschied. Sobald es Milliarden werden machen fünfzehn oder fünfundzwanzig oder sechsunddreißig mehr oder weniger keinen Unterschied. Also, das muß sich jeder mal überlegen denn wenn alles zusammengerechnet wird müssen alle möglichen genauen Summen zusammengerechnet werden, jeder der Steuern zahlt weiß das, und es macht einen Unterschied. All diese genauen Geldsummen müssen verschwinden um jene runde Summe zu ergebe Bücher / Romane & Erzählungen / Nach Ländern & Kontinenten / Europa / Deutschland 978-3-932109-40-9, Friedenauer Presse

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Stein, Gertrude

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"Es ist schon sehr komisch mit dem Geld", schreibt Gertrude Stein in einem der fünf kurzen Prosatexte, die 1936 in der Saturday Evening Post erstmals veröffentlicht wurden. "Was die Menschen von den Tieren unterscheidet ist Geld. Alle Tiere haben die gleichen Gefühle und die gleichen Gewohnheiten wie Menschen ... Aber was kein Tier kann ist zählen, und was kein Tier kennt ist Geld." Gertrude Stein kam 1903 als amerikanische Autorin nach Paris. Als Gast und Gastgeberin der Pariser Salons und als Mittelpunkt der dort lebenden expatriierten amerikanischen Autoren, für die sie den Begriff "Lost Generation" prägte, verbrachte sie nahezu 40 Jahre schreibend in Paris. Aber erst 1933 trat der Erfolg als Schriftstellerin und Dichterin ein. Die Autobiographie von Alice B. Toklas machte sie mit einem Schlag berühmt. Erstmals verdiente sie mit ihren Texten, die so lange ungedruckt blieben, Geld. "... und in sechs Wochen schrieb ich Die Autobiographie von Alice B. Toklas und sie wurde veröffentlicht und wurde ein Bestseller und zuerst wurde sie im Atlantic Monthly gedruckt und es gibt eine nette Geschichte darüber aber zuerst kaufte ich mir einen neuen Achtzylinder Ford ... Nie zuvor in meinem Leben hatte ich Geld verdient und ich war ganz aufgeregt ..." (aus: Jedermanns Autobiographie) In dem ihr eigenen Stil von Satzschleifen, Wiederholungen und rhythmisierter Prosa fabuliert sie mit Witz über Geld, Millionen, Parlamente, Arbeitslose und anderes. Als Dichterin gehörte Gertrude Stein zur Avantgarde. Ihre politischen Ansichten waren dagegen unbedarft und konservativ. Aber gerade in der Spannung zwischen Brisanz des Themas und Naivität ihrer Aussagen liegt der außergewöhnliche Reiz dieser kurzen Prosastücke über das unverzichtbare Geld. Alles über Geld Es ist schon sehr komisch mit dem Geld. Was die Menschen von den Tieren unterscheidet ist Geld. Alle Tiere haben die gleichen Gefühle und die gleichen Gewohnheiten wie Menschen. Wer viele Tiere um sich herum hat weiß das. Aber was kein Tier kann ist zählen, und was kein Tier kennt ist Geld. Menschen können zählen, und das tun sie auch, und darum haben sie Geld. Also, solange die Erde sich dreht solange wird es Menschen auf ihr geben, und solange es Menschen auf ihr gibt, solange werden sie zählen, und sie werden Geld zählen. Jeder zählt immer Geld. Die Königin sitzt im Salon und ißt was ihr gefällt der König sitzt in der Schatzkammer und zählt sein Geld. So ist es nun einmal und es ist nur dann ein Problem wenn sie Geld zählen ohne es als Geld zu zählen. Zählen ist komisch. Wenn man ein großes Geschäft sieht und man sieht von all den vielen Dingen so viele innen drinnen, und auf den Ladentischen, ist es schwer zu glauben daß eins mehr oder weniger für irgend jemand irgendeinen Unterschied macht. Wenn man eine Kassiererin in einer Bank mit Schubladen voller Geld sieht, ist es schwer zu begreifen daß eins mehr oder weniger irgendeinen aber auch nur irgendeinen Unterschied macht. Das macht's aber, wenn man es kauft, oder wenn man es wegnimmt, oder wenn man es verkauft, oder wenn man beim Auszahlen einen Fehler macht. Natürlich macht's das. Aber eine Regierung, also eine Regierung macht genau das, sie glaubt nicht wirklich daß wenn soviel davon da ist eins mehr oder weniger irgendeinen Unterschied macht. Es ist komisch, wenn man irgend etwas kauft also das kann vier Dollar und fünfzig Cent kosten oder vierhundertneunundachtzig Dollar oder irgendeine andere Summe, aber wenn eine Regierung über Geld abstimmt ist es immer eine runde Summe. Eins oder fünf oder fünfzehn oder sechsunddreißig mehr oder weniger machen keinen Unterschied. Sobald es Milliarden werden machen fünfzehn oder fünfundzwanzig oder sechsunddreißig mehr oder weniger keinen Unterschied. Also, das muß sich jeder mal überlegen denn wenn alles zusammengerechnet wird müssen alle möglichen genauen Summen zusammengerechnet werden, jeder der Steuern zahlt weiß das, und es macht einen Unterschied. All diese genauen Geldsummen müssen verschwinden um jene runde Summe zu ergeben über die abgestimmt wird, aber tut sie das auch. Es wird rund abgestimmt aber es wird genau eingezogen. Das muß sich jeder mal überlegen.es Milliarden werden machen fünfzehn oder fünfundzwanzig oder sechsunddreißig mehr oder weniger keinen Unterschied. Also, das muß sich jeder mal überlegen denn wenn alles zusammengerechnet wird müssen alle möglichen genauen Summen zusammengerechnet werden, jeder der Steuern zahlt weiß das, und es macht einen Unterschied. All diese genauen Geldsummen müssen verschwinden um jene runde Summe zu ergeben über die abgestimmt wird, aber tut sie das auch. Es wird rund abgestimmt aber es wird genau eingezogen. Das muß sich jeder mal überlegen.

Details of the book - Geld


EAN (ISBN-13): 9783932109409
ISBN (ISBN-10): 3932109406
Hardcover
Paperback
Publishing year: 2004
Publisher: Friedenauer Presse
20 Pages
Weight: 0,104 kg
Language: ger/Deutsch

Book in our database since 12.06.2007 21:46:01
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ISBN/EAN: 3932109406

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3-932109-40-6, 978-3-932109-40-9

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